Medizinisches Cannabis bei Epilepsie

Cannabis Epilepsie

Cannabis Therapie bei Epilepsie

Epilepsie zählt zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen weltweit. Trotz moderner Antiepileptika bleiben viele Patient:innen therapieresistent – ihre Anfälle lassen sich mit den verfügbaren Medikamenten nicht oder nur unzureichend kontrollieren. In solchen Fällen rückt medizinal Cannabis zunehmend in den Fokus der Forschung und Anwendung. Doch wie wirksam ist medizinisches Cannabis tatsächlich bei Epilepsie? Welche Wirkstoffe kommen zum Einsatz, und wie ist der aktuelle Stand der Wissenschaft?

In diesem Artikel informieren wir Sie umfassend und sachlich über den Einsatz von medizinal Cannabis zur Behandlung von Epilepsie

Was ist Epilepsie?

Epilepsie ist keine einheitliche Krankheit, sondern ein Überbegriff für verschiedene Erkrankungen des zentralen Nervensystems, bei denen es zu wiederkehrenden epileptischen Anfällen kommt. Diese werden durch eine plötzliche, übermäßige elektrische Aktivität in bestimmten Gehirnregionen ausgelöst.

Die Ursachen sind vielfältig: genetische Faktoren, Hirnverletzungen, Tumoren, Entzündungen oder Stoffwechselstörungen. Etwa 0,5 bis 1 % der Bevölkerung sind betroffen, wobei rund ein Drittel als therapieresistent gilt – das heißt, herkömmliche Medikamente wirken nicht ausreichend.

Könnte medizinal Cannabis bei Epilepsie helfen?

Im menschlichen Körper existiert das sogenannte Endocannabinoid-System (ECS) – ein Netzwerk aus Rezeptoren, Botenstoffen und Enzymen, das unter anderem das zentrale Nervensystem reguliert. Forscher:innen vermuten, dass ein gestörtes ECS zur Entstehung epileptischer Anfälle beitragen kann. Genau hier setzt die Cannabistherapie an.

Cannabinoide und ihr Einfluss auf das Gehirn:

  • THC (Tetrahydrocannabinol): Der psychoaktive Bestandteil der Cannabispflanze kann über den CB1-Rezeptor im Gehirn die Freisetzung von Neurotransmittern hemmen – darunter auch Glutamat, das bei epileptischen Anfällen in Übermaßen ausgeschüttet wird.
  • CBD (Cannabidiol): Wirkt nicht psychoaktiv, besitzt aber antikonvulsive (krampflösende) Eigenschaften. Es beeinflusst das ECS auf indirekte Weise und zeigt in Studien besonders bei schwer behandelbaren Epilepsieformen wie dem Dravet- oder Lennox-Gastaut-Syndrom eine positive Wirkung.

Rechtliche Grundlagen

Seit März 2017 ist medizinisches Cannabis in Deutschland legal und verschreibungsfähig – auch bei Epilepsie, sofern eine ärztlich dokumentierte Therapieresistenz vorliegt. Voraussetzung ist ein Betäubungsmittelrezept sowie die Genehmigung durch die Krankenkasse, da die Therapiekosten im vierstelligen Bereich pro Monat liegen können.

Nebenwirkungen

CBD gilt als gut verträglich. Zu den häufigsten, meist milden Nebenwirkungen zählen:

  • Müdigkeit
  • Durchfall
  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit

Vorsicht ist bei der Kombination mit anderen Antiepileptika geboten. Besonders in Verbindung mit Clobazam oder Valproat kann es zu verstärkter Sedierung oder Leberwertveränderungen kommen. Eine engmaschige ärztliche Kontrolle ist daher unerlässlich.

Medizinal Cannabis als Therapieoption bei Epilepsie

Die aktuellen Studien liefern vielversprechende Hinweise: Besonders CBD-reiches medizinal Cannabis kann bei therapieresistenter Epilepsie helfen, die Anfallshäufigkeit zu reduzieren.

Der Therapieerfolg hängt von vielen Faktoren ab – darunter die Wahl des richtigen Präparats, die Dosis und mögliche Wechselwirkungen. Wichtig ist daher die Begleitung durch erfahrene Fachärzt:innen und spezialisierte Apotheken wie TE.AM Apotheken, die Ihnen dabei helfen, die passende medizinische Cannabistherapie zu finden.

Cannabis Apotheke

Cannabisprodukte auf Rezept online bestellen

Als erfahrene Online-Apotheke für medizinisches Cannabis bietet dir TE.AM Apotheken hochqualitative Cannabisblüten und –extrakte in pharmazeutischer Qualität. Unsere erfahrenen Cannabis-Pharmazeut:innen begleiten Sie kompetent auf dem Weg zur optimalen Therapie.

Sie möchten mehr über die Cannabistherapie bei chronischen Schmerzen erfahren oder sich zur passenden Anwendungsform beraten lassen? Unsere Expert*innen stehen Ihnen gerne zur Seite.

Zum 1a Cannabis Online Shop

Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung, sondern dient der Information. Lassen Sie sich vor einer Therapie immer von einem Facharzt beraten!

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ja. Seit 2017 kann medizinisches Cannabis bei therapieresistenter Epilepsie ärztlich verschrieben und über Apotheken wie TE.AM bezogen werden.

In vielen Fällen ja – vorausgesetzt, ein Antrag auf Kostenübernahme wird von der behandelnden Ärzt:in gestellt und begründet.

Meist sind die Nebenwirkungen mild und vorübergehend: Müdigkeit, Appetitverlust, Durchfall. Bei Kombination mit anderen Medikamenten können stärkere Effekte auftreten.